Paulinus von Trier
Namenstage: Paul, Paula
Funktion: Heiliger, Bischof von Trier, Märtyrer
Gedenktag: 31. August
Der um das Jahr 300 in Aquitanien (Frankreich) geborene Paulinus entstammte einer vornehmen Familie. Er wurde von Maximus (Heiliger) zum Priester geweiht und begleitete ihn auf seiner Missionsreise. In Trier wurde Paulinus schließlich 346 als Maximus’ Nachfolger zum Bischof ernannt.
Paulinus war ein Verfechter des Konzils von Nicäa (325), das die Katholische Kirche gegenüber dem Arianismus gestärkt hatte. Bei der Synode von Arles (353) stellte sich Paulinus gegen die Mehrheit der Bischöfe und gegen Kaiser Constantius II. (317–61), die eine Verurteilung des Athanasius (Heiliger; bekämpfte als Bischof von Alexandria den Arianismus) forderten. Dafür wurde Paulinus nach Phrygien (Westtürkei) in die Verbannung geschickt, wo er nach langen Entbehrungen 358 verstarb.
Paulinus’ Gebeine wurden auf Geheiß des Bischofs Felix von Trier im Jahre 396 nach Trier überführt und in der Kirche St. Paulin beigesetzt; eine Reliquie des Heiligen befindet sich auch in der Kirche St. Paulinus (im Volksmund »Warndtdom« genannt) in Völklingen-Lauterbach (Saarland).
Darstellung: im Bischofsgewand
Attribute: Mitra, Stab; Taube

Quelle: Herder-Verlag

