Erzbischof auf Besuch in Lörrach St. Bonifatius

Erzbischof Stephan Burger und Generalvikar Christoph Neubrand machen Station in
der neuen Pfarrei Wiesental-Dreiländereck und setzen klare Akzente für
die Zukunft der Kirche vor Ort.
 
Lörrach. Mit dem Besuch in der Pfarrei Lörrach St. Bonifatius setzte die Bistumsleitung am 8. Oktober 2026 ihre Rundreise durch die 36 neu gegründeten Pfarreien des Erzbistums Freiburg fort.
Nach Stationen in Offenburg, Oberkirch und Karlsruhe war nun das Dreiländereck an der Reihe
ein Tag, der vor allem von offenen Gesprächen und einem klaren geistlichen Impuls geprägt war.
Erzbischof Burger und Generalvikar Neubrand wollten vor Ort hören, wie die neuen Strukturen seit dem Start funktionieren, wo sie bereits tragen und wo noch Nachjustierungen nötig sind.
Im Mittelpunkt standen daher intensive Austauschrunden mit dem Kernteam & Ökonomie, 
dem Seelsorgeteam und dem Pfarreirat der Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck.
 
Pontifikalamt in der Kirche St. Bonifatius in Lörrach
 
Strukturen allein reichen nicht – es braucht gelebte Beziehung
Den geistlichen Schwerpunkt setzte das Pontifikalamt am Abend in der Pfarrkirche St. Bonifatius.
Der Chor Canto Allegro begleitete den Gottesdienst.
In seiner Predigt machte der Erzbischof deutlich, dass organisatorische Veränderungen zwar notwendig, aber nie Selbstzweck seien: Strukturen seien lediglich das Gerüst.
Erst die lebendige Beziehung zu Jesus Christus und die konkrete Zuwendung zu den Menschen vor Ort ließen daraus eine lebendige Gemeinschaft entstehen.
„Liebe kennt keine Beliebigkeit, sondern Treue“ –
dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den Tag.
Kirche werde dort glaubwürdig, wo sie Menschen in den entscheidenden Lebensphasen begleite:
bei der Taufe, der Firmung, der Erstkommunion, der Eheschließung,
aber auch in Krankheit, Sterben und Trauer.
Gerade in diesen Momenten entstehe oft der engste Kontakt auch zu Menschen,
die der Kirche sonst eher distanziert gegenüberstehen.
 
Gemeinsam Kirche gestalten
Der Erzbischof würdigte ausdrücklich das Engagement aller, die in der neuen Pfarrei Verantwortung tragen: Pfarrer Joachim Giesler und sein Stellvertreter Gerd Möller, Pfarreiökonomin Martina Gehri
und ihre Stellvertreterin Petra Bach, leitender Referent Matthias Wößner sowie die
zahlreichen Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Diakone und ehrenamtlichen Teams. Ihr Einsatz sei unverzichtbar, damit die Kirche vor Ort auch in Zukunft nah bei den Menschen bleibe.
Die Kirchenentwicklung 2030 markiert den größten Umbauprozess in der Geschichte der Erzdiözese Freiburg. Mit der Bildung der 36 Pfarreien zum 1. Januar 2026 reagiert das Bistum auf den gesellschaftlichen Wandel, den Rückgang der Mitgliederzahlen und die begrenzteren personellen und finanziellen Ressourcen. Bis 2030 werden Erzbischof und Generalvikar alle neuen Pfarreien besuchen. Nächster Termin ist der 19. November 2026 in Pforzheim.