Pfarreiwallfahrt nach Todtmoos
Zahlreiche Pilgerinnen und Pilger mit Rucksack versammelten sich am Samstag nach Christi Himmelfahrt am frühmorgens um 5.30 Uhr in der katholischen Kirche Schönau zur traditionellen Fußwallfahrt nach Todtmoos. Nach einem geistlichen Impuls machte sich die Gruppe gemeinsam mit Pfarrer Löffler auf den Weg. Über den von der Stadt und dem Forst bestens hergerichteten Wanderpfad führte der erste Abschnitt durch den frühlingshaften Fuchswald hinauf zum Tiergrüble, der zweiten Station der Wallfahrt. Die frühe Morgenstille, das Zwitschern der Vögel und die spürbare Gemeinschaft begleiteten die Wallfahrer auf ihrem Weg.
Nach einer kurzen Rast mit Stärkung, einem Austausch mit den ebenfalls angekommenen Konditionswanderern des Schwarzwaldvereines OG Hausen, und dem zweiten Gebetsimpuls führte der Weg weiter zur Jakobuskapelle in Herrenschwand. Dort wurde die Gruppe gemeinsam mit weiteren hinzugestoßenen Pilgerinnen und Pilgern vom Geläut zur dritten Gebetsstation empfangen.
Die Pilgergruppe setzte ihren Weg in Richtung Hochkopf fort, wo bereits weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gemeinsamen Abstieg warteten. An der Herz-Jesu-Kapelle in Todtmoos-Weg wurde die vierte Gebetsstation gehalten. Mit dem Kreuz voraus, betend und singend, zog die inzwischen stattlich angewachsene Fußgruppe weiter hinab zur Wallfahrtskirche nach Todtmoos. Dort wurden die Pilgerinnen und Pilger vom Prior des ansässigen Paulinerordens, Pater Roman, unter festlichem Glockengeläut herzlich empfangen.
Der feierliche Wallfahrtsgottesdienst um 10 Uhr wurde bereichert von zahlreichen Gemeindemitgliedern die mit Auto oder Bus angereist waren. In der nahezu voll besetzten Kirche wurde gemeinsam mit Pfarrer Löffler, Pfarrer Freier sowie dem aus Schönau stammenden Pfarrer Hannes Rümmele, heute Leiter der römisch-katholischen Kirchengemeinde An der Wutach, der Gottesdienst gefeiert. Pfarrer Rümmele hielt die Festpredigt, in der er mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen auf die Bedeutung Marias sowie ihre Identifikation mit Schmerzen, Sorgen und Leid der Menschen einging.
Besonders erfreulich war auch in diesem Jahr die große Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unter den Wallfahrern befanden sich neben langjährigen Pilgern und engagierten Gemeindemitgliedern auch Bürgermeister, Pfarreiökonomen sowie immer wieder neue Pilgerinnen und Pilger, die erstmals an der traditionellen Fußwallfahrt teilnahmen. Gerade diese Mischung aus Vertrautheit, Offenheit und gelebter Gemeinschaft prägte die besondere Atmosphäre des Tages.
Um 13 Uhr hatten die Wallfahrerinnen und Wallfahrer Gelegenheit, am gemeinsamen Rosenkranzgebet teilzunehmen, bevor Pfarrer Löffler in der anschließenden Abschlussandacht den feierlichen Segen spendete.
Anschließend machten sich die Fußpilger gemeinsam mit Pfarrer Löffler wieder auf den Rückweg über den Hochkopfpass nach Schönau. Zur langjährigen Tradition der Wallfahrt gehört dabei auch die Einkehr im Gasthaus Waldfrieden in Herrenschwand, wo sich die Pilgerinnen und Pilger nochmals stärken und die Eindrücke des Tages in geselliger Runde austauschen konnten.
Mit wertvollen Begegnungen, Gesprächen unterwegs, gemeinsamen Gebeten und dem spürbaren Gefühl der Gemeinschaft endete schließlich die diesjährige Fußwallfahrt trotz schlechter Wetterprognosen ohne Regen und nassen Füßen.
„Ich bin eigentlich kein regelmäßiger Kirchgänger, aber diese Wallfahrt tut mir einfach gut“, meinte ein langjähriger Pilger. Ein jüngerer Teilnehmer, der erstmals dabei war, ergänzte: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr.“
